WM 2014 in Brasilien

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  Ein Sommercup mit hohem Spaßfaktor

 

Mit der Fussball Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien werden Träume wahr - Träume der einheimischen Bevölkerung, sich ihr Ansehen im internationalen Fußball wiederzuerobern. Zwar gilt England als das Mutterland des Kickens. Als Synonym für hervorragende Technik und Spielwitz wird jedoch weltweit der Begriff "brasilianisch" verwendet.

 

Brasilien - Heimat der Zauberer

 

Oftmals wird die hohe Dichte an hervorragenden Fußballern aus Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern durch das viele Üben, schon ab den ersten Stehversuchen, begründet. Durch eine hohe Armutsquote in Lateinamerika bleibt den Kindern oft nichts anderes übrig, als zu kicken. So wird teilweise von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dem Ball hinterhergejagt - kein Wunder, dass dann Stars wie Ronaldo, Robinho, Rivaldo, Zé Roberto, Alves oder der bei Bayern München spielende Dante dabei herauskommen.

 

Bei der WM 2014 in Brasilien werden besonders die Augen auf den Offensivallrounder Neymar gerichtet sein - er gilt als der brasilianische Messi und kann in die großen Fußstapfen der unvergessenen Legende Pélé treten. Noch spielt Neymar in der brasilianischen Série A, die nach ihrer Reformierung beständig an Konstanz und Attraktivität gewinnt. Doch es zieht ihn nach Europa, angeblich sind der FC Barcelona, aber auch die Rot-Weißen aus der bayerischen Hauptstadt drauf und dran, ihn zu verpflichten.

 

Die Situation vor dem Weltcup

 

Die Fussball Weltmeisterschaft 2014 findet das zweite Mal nach 1950 in Brasilien statt. Damals wurde Uruguay Weltmeister. Vier Jahre später sollte übrigens das erste "Sommermärchen" deutscher Machart in der Schweiz gelingen. Das genaue Datum des Starts der "Copa do Mundo" ist der 12. Juni 2014. Dann läuft das Turnier bis zum 13. Juli. Das bedeutet für Milliarden Fußballbegeisterte weltweit also einen Monat Ausstand und unglaubliche Spannung.

 

Kosten im dreistelligen Milliardenbereich

 

Jahre vor der WM schwelen im südamerikanischen Land, welches sich momentan vom Schwellenland zum ernstzunehmenden Industrieland hocharbeitet, allerdings viele Konflikte - die leider auch mit der Weltmeisterschaft zu tun haben. So plagen den brasilianischen Fußballverband unübersehbare Korruptionsskandale, die sogar Mordopfer zu beklagen haben. Weiterhin müssen aufgrund der strengen Statuten der FIFA zahlreiche Bauprojekte umgesetzt werden - viele Stadien müssen von Grund auf renoviert oder sogar neu gebaut werden.

 

Dazu ist die Infrastruktur zu erneuern, um den ernormen Besucherströmen in Sachen Geschwindigkeit und vor allem Sicherheit gerecht zu werden. Dass Korruption ein Thema ist, kann bei einer Gesamtinvestitionssumme von geschätzten 130 Milliarden US-Dollar aber auch kein Wunder sein. Dieses Geld muss indirekt auch von armen Bürgern aufgebracht werden, die ihren Beitrag durch Steuern aufbringen und nicht viel von der WM 2014 in Brasilien oder der 2 Jahre später in Rio de Janeiro stattfindenden Olympischen Spiele haben werden. Ähnliche Probleme sind auch in Südafrika 2010 aufgetreten.

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Die Stadien

 

In folgenden erneuerten oder neu errichteten Stadien wird die Fussball Weltmeisterschaft 2014 stattfinden: Im Mineirão in Belo Horizonte, im Estádio Nacional de Brasília in der Hauptstadt Brasília, in der Arena Pantanal in Cuiabá, in der Arena da Baixada in Curitiba und in der Castelão in Fortaleza. Weiterhin sind dabei: die Arena da Amazônia in Manaus, die Arena das Dunas in Natal, das Estádio Beira-Rio in Porto Alegre, die Arena Pernambuco in Recife, die Arena Fonte Nova in Salvador da Bahia und die Arena Corinthians in São Paulo. Das Finale wird im umgebauten Maracanã in Rio de Janeiro stattfinden. Es hat eine Kapazität von knapp 77 000 Zuschauern und wird am 13. Juli im Mittelpunkt des Interesses stehen. Auffällig bei der Stadienwahl ist, dass mit Ausnahme dreier Arenen alle Fußballtempel an der Ostküste stehen.

 

Die Ticketsituation

 

Tickets für die WM 2014 in Brasilien werden ein knappes Gut sein. Insider wissen zwar immer, wie sie an Karten herankommen werden und der Schwarzhandel kann nie ganz unterdrückt werden bei solchen Ereignissen von weltweitem Interesse. Doch eine Anreise ohne Tickets kann entweder eine sehr enttäuschende oder teure Angelegenheit werden. Es sei deshalb jedem Fan ans Herz gelegt, sich vor dem Flug ins lateinamerikanische Land um Eintrittskarten zu bemühen.

 

Verkauft werden sie ab dem dritten Quartal 2013 offiziell von der FIFA. Man wird sie auf der Webseite erstehen können. Wahrscheinlich ist, dass es aufgrund des zu erwartenden Andrangs zu einem Losverfahren kommt. Wer dann leer ausgeht, dem bleiben nur die offiziellen Reseller und die inoffizellen Verkäufer auf Ticketplattformen und Online-Auktionshäusern. Doch egal wie sich die Ticketsituation gestaltet: Die Fussball Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wird eine Veranstaltung, von der man sich noch lange erzählen wird.


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