Mekong

Mekong

"Mutter der Gewässer" heißt dieser Strom, der Lebensnerv Südostasiens, der auf seinem langen Weg vom Gebirge an der Grenze Tibets zum Südchinesischen Meer so viele verschiedene Landschaften durchfließt.

Mit etwa 4500 km Länge ist der Mekong der größte Fluß Südostasiens. Sein Einzugsgebiet von 810000km² liegt nur zum kleineren Teil in China; der Rest von etwa 75% gehört zu Indochina (Vietnam, Laos, Kambodcha und Thailand). In diesen Ländern hat der Mekong eine große Bedeutung für die Energieerzeugung, für den Verkehr und die Landwirtschaft.

Im Jahr 1957 wurde das Mekongkomitee von den Regierungen der Anliegerstaaten Kambodscha, Laos, Thailand und Südvietnam mit Unterstützung der Vereinten Nationen gegründet, um dieses Potential besser zu nutzen.

Mekong Vientiane


Besonders in seinem Ober- und Mittellauf entwässert der Strom tiefzerschnittene Bergländer. Sein Lauf muß sich entweder den Strukturen des Untergrunds anpassen, indem er sich zwischen den Gebirgsfalten hindurchschlägelt, oder er muß enge Schluchten einschneiden, um sich einen Weg zu bahnen. Der Talverlauf ist oft durch markante Bruchlinien vorgezeichnet und im Laufe der Talentwicklung mehrfach durch Anzapfung verändert worden. Sobald der Mekong jedoch Kambodcha erreicht, fließt er in einer weiten Ebene träge dahin, weil er sich in einem breiten Flußbett ausdehnen kann.

Der Mekong entspringt als Za Qu im westchinesischen Tanglagebirge in über 3000 Meter Höhe. In einer sehr engen Schlucht, deren Boden an manchen Stellen vollkommen von dem 20 m breiten Flußbett eingenommen wird, eilt er in einem Gefälle von 2,5% vom westchinesischen Hochland hinunter und fließt als Lancang Jiang auf 1600 Kilometer durch die Provinz Yünan und die Gebirgskette des nördlichen Laos. In Tschiengsen beginnt sein Mittellauf, und bis Luang Prabang, mehr als 2000 km von seiner Mündung entfernt, liegt sein Spiegel nur noch auf 325 m Meereshöhe.


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