Manowar – Kings of Metal – Die besten Metalplatten

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Manowar - Kings of Metal (1988)

Wenn es um das Erfüllen von Klischees im Metal geht, steht Manowar in vorderster Front. Röhrende Harleys, nackte Mädels, wohin man sieht, und natürlich "Leather, Spikes and Jeans". Die Band, die sich 1980 im US-amerikanischen Auburn (Staat New York) gegründet hat, mischt diese Themen rund um Freerider und Outlaws mit germanischen und Wikinger-Mythen, Indianerstories und Fantasykriegern - doch für die weltweit Millionen Fans passt das doch immer irgendwie zusammen. Auch auf "Kings of Metal" - einem der beliebtesten Werke der Band - sind die Themen bunt gemischt.

Was erwartet den Hörer?

Es geht um den Kriegerepen, um devote Sexsklavinnen, das Durchhaltevermögen im Leben und um den Spirit des Rockerlebens auf zwei Rädern. Eines haben aber alle Songs gemeinsam: Sie sind von einer Power geprägt, die nur sehr wenige Bands in dieser Form hinbekommen. Und dazu haben die "Four Kings of Metal" mit Eric Adams einen Sänger, der in der Fachpresse als einer der besten Metalsänger der Welt gilt. Für ihn sind höchste Tonlagen, kraftvolles, langsames Singen von Balladen und wahnsinnige Screams mit Gänsehautgarantie kein Problem. Auf "Kings of Metal" sind zudem kraftvolle Chöre zu hören. Das Stück "The Crown and the Ring" wurde nicht nur in einer Birminghamer Kirche aufgenommen, sondern tatsächlich sind nur der Canoldir-Männerchor, eine Orgel, Keyboard, ein paar Effekte und Eric Adams zu hören - diesen Song muss man kennen, es gibt kein Entrinnen.

"Kings of Metal" in der Historie

Bevor 1980 dieses Album erschien, welches 1995 in Deutschland die "Goldene Schallplatte" (für 250 000 verkaufte Tonträger) einbrachte, veröffentlichte Manowar schon 5 Alben, die stilistisch deutlich von dieser LP abweichten. Vor "Kings of Metal" wurde "Fighting the World" released, welches zwar auch schon schnelle und harte Songs ("Black Wind, Fire and Steel") und herzzerreißende Balladen ("Defender") beinhaltete, aber insgesamt eher rockig denn metallisch war. Nach "Kings of Metal" kam vier Jahre später "The Triumph of Steel" heraus. Dieses Album sticht besonders durch das Epos "Achilles, Agony and Ecstasy in Eight Parts" hervor, welches fast auf eine halbe Stunde Spielzeit kommt.

 

Kritik bleibt nicht aus

Besonders an diesem Album ist der in jedem Song vorhandene Pathos des unbändigen, willensstarken und grausamen Kriegers. Mitunter hat es Manowar auch ein wenig übertrieben und Kritik für den Titel "Hail and Kill" (eines der bekanntesten Manowar-Lieder) geerntet. Dabei sind Textstellen wie "Rape their women as they cry" gemeint, die grausam und gewaltverherrlichend wirken. Metaller sind derweil an solche Texte gewöhnt und halten es mit der Band, die sich mit "Das ist Fiktion" herausredet. Wer die Augen aufmacht, wird in der Realität leider stärkere Gewaltexzesse erleben, als man sie sich jemals ausdenken könnte. Kritik gab es auch für den Song "Pleasure Slaves", in dem es um die Unterwerfung der Frau geht. Auch das muss man nicht ganz ernst nehmen...Manowar - Kings Of Metal


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