Comics zeichnen

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Wenn man Comics zeichnen will, muss man sich zuerst entscheiden was für einen Zeichenstil man einschlagen will. Grundsätzlich existieren nämlich mindestens so viele Stile wie es Zeichner gibt. Welchen man genau nimmt, hängt sehr stark davon ab welches Genre der Comic haben soll. Ein Comic der Actionreich ist oder ein spannender Thriller sein soll, profitiert ungemein von realistischen Darstellungen. Humorvolles, vor allen Dingen kurze Comicstrips, können auch sehr simple und mehr nach Cartoons aussehen. XKCD stellt z.B. alle Charaktere als Strichmännchen dar, was den Geschichten in keinster Weise schadet, im Gegenteil, viele Leser finden, dass die so dargestellten Szenen deutlicher hervorgehoben und purer dargestellt werden.

Eine Mischung aus Realismus und Cartoon stellen teilweise die sog. „Helden-Comics“ dar, deren berühmteste Vertreter Marvel und DC sind. Wobei die beiden Enden des Spektrums je nach Zeichner unterschiedlich stark ausgeprägt sind. In ihrer ältesten Form war besonders die Anatomie der Hände sehr stark vereinfacht. Hände wurden fast immer als Faust oder „Karateschlaghand“ gezeichnet und selbst dann meist nur mit wenigen Strichen.

Eine weiterer wichtiger Faktor ist, die Colorrierung. Es ist nicht unüblich einen Comic auch vollkommen unkoloriert zu belassen. Spitzenreiter sind in dieser Hinsicht japanische Mangas, welche aus Kostengründen in schwarz-weiß belassen werden, lediglich Die Umschläge sind bunt  und in seltenen Fällen auch besondere Artworks, die als Fanservice mit abgedruckt werden.. Das heißt jetzt aber nicht, dass man beim Comic zeichnen einfach mal so die Farbe weg lässt. Man muss hierbei die komplette Gestaltung darauf auslegen. Logischerweise macht es keinen Sinn im Inhalt der Dramaturgie auf Farben von Gegenständen bezug zu nehmen, wenn der Leser diese sowieso nicht sehen kann. Da ist es sinnvoller durch Muster oder Gestaltungsunterschiede besondere Gegenständen hervorzuheben. Da Mangas durch ihr fehlen an Farbe sehr auf  Schraffuren angewiesen sind, stellen sie viel deutlicher das Spiel von Licht und Schatten dar, als es durch gewöhnliches Comics zeichnen abgedeckt wird.

Abschließend kann man jedem nur empfehlen sich den oder die Stilrichtungen der Comics anzusehen die man selber gerne ließt und sich ein geeignetes Beispiel heraussuchen. Hier Comics zeichnen lernen.

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