Apokalypse der schwarzen Mitte

Dies ist der erste Teil einer Geschichte, die regelmäßig aktualisiert wird. Kommentare von Lesern können die Story beinflussen. Also bitte ich um anregende Kommentare von Besuchern. Danke

Apokalypse der schwarzen Mitte - Teil 1 Erfahrungen

Als ich die Tür öffne liegt eine dicke Schneeschicht auf dem Bürgersteig und auf der Straße vor dem Haus. Der Streuwagen hat es heute Morgen noch nicht bis zu mir geschafft. Alles um mich herum sieht aus wie in Watte gehüllt. Eigentlich mochte ich Schnee noch nie. Auch als Kind war es mir zuwieder in der Kälte spielen zu müssen. Sonne und Wärme machen mir das Leben sympatischer. Kälte empfinde ich als abstoßend und mir fehlt Lebens-Energie. Heute, nach über dreißig Jahren hat sich an meiner Einstellung zu Schnee nichts geändert und normlerweise fahre ich mindestens einmal in der Winterzeit in wärmere Gefilde. Leider werden die Winter immer länger, seitdem sich die Jahreszeiten verschoben haben. Schuld daran sind die Menschen selbst. Die Gier macht den Menschen zum Zerstörer. Der Mammon ist Gott. Die Umwelt leidet und unser Planet geht immer weiter den Bach runter. Ich habe mich daran gewöhnt. Ich mache mir einfach keine Gedanken mehr darüber. Es ist mir einfach egal. Mein Leben ist sinnlos. was soll es also. Ich gehe um die Ecke, um den Bus in die Vorstadt zu erreichen. Ich muss Geld besorgen, da mein Kühlschrank immer leerer wird und ich nicht mal mehr 20 Euro besitze. In der Vorstadt gibt es einen Anlaufpunkt für Tagelöhner. Oft gelingt es mir einen Job auf dem Bau zu ergattern. Auf dem Bau verdient man zwar nicht mehr viel, aber besser als in der Gosse zu hausen. Die Arbeitslosigkeit ist so groß, dass man sich einfach nicht mehr beschweren kann, wenn man überhaupt etwas verdienen möchte. Der Bus kommt wie immer zu späte. Wahrscheinlich gibt es wieder einen Engpass and der Dieselausgabe. Die Treibstoffe werden immer knapper und nur wer wirklich viel Geld hat, gelangt ohne Probleme an das schwarze, flüssige Gold. Die Busfahrt kostet mich die Hälfte meines Geldbesitzes. Ich muss also einen Job finden, sonst gibt es immer größere Probleme für mich. Der Bus ist prall gefüllt und ich bekomme nur einen Stehplatz. Neben mir schwankt ein Besoffener in stinkenden Lumpen. Sein Geruch ist penetrant und bringt mich zum Würgen.


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